Rehbock im Getreidefeld

Tradition.
Waidgerechtigkeit.
Gemeinschaft.

Landwirtschaft und Jagd

Obst, Gemüse und andere Erzeugnisse aus regionaler Produktion sind aus vielen Gründen wertvoll, doch bevor sie auf unserem Teller daheim landen, muss gewährleistet sein, dass auf unseren Felder etwas wächst.

Die Flächen, auf denen wir Landwirtschaft betreiben, bieten auch zahlreichen Wildtieren einen reich gedeckten Tisch.

Genau hier setzt die Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Jägern an. Ohne die Jagd, so vorurteilsbehaftet sie für viele auch sein mag, wären die Felder schnell kahlgefressen. Gerade Wildschweine haben durch das hohe Futterangebot in unserer Kulturlandschaft eine enorme Reproduktionsrate. Aus einer Wildschwein-Rotte von vier Bachen wird innerhalb eines Jahres bei günstigen Bedingungen eine Rotte von 30 Tieren. Hier nicht regulierend einzugreifen, wäre das Aus für die Landwirtschaft als wichtigster Grundpfeiler für unsere Ernährungssicherheit.

Nahezu alle landwirtschaftlich und fortwirtschaftlich genutzten Flächen sind in Deutschland einem Jagdrevier zugeordnet. Damit an dieser Stelle die Zusammenarbeit zwischen Jagd und Land- bzw. Forstwirtschaft funktioniert, gibt es Jagdgenossenschaften. Alle Grundeigentümer der bejagbaren Flächen eines Jagdbezirks (Reviers) sind automatisch Mitglieder einer Jagdgenossenschaft. Ausgenommen sind Eigenjagden. Aufgabe der Jagdgenossenschaft ist es, das Jagdrecht im entsprechenden Jagdbezirk an einen oder mehrere Jagdscheininhaber, also Jäger, zu verpachten. Der Pachtvertrag regelt die Beziehung zwischen Jagdgenossenschaft und Pächter, unter anderem Schadensersatzansprüche bei Wildschäden. Die Aufgabe für den Jäger, die sich daraus ergibt, ist eine enorme Verantwortung. Einerseits schützt er den Anbau der Feldfrüchte und sichert dadurch die Versorgung der Bevölkerung mit regionalen Lebensmitteln. Andererseits obliegt es ebenso seiner Verantwortung, dass Wild nicht wie ein Schädling behandelt und am Ende ausgerottet wird. Er ist für die Hege und Pflege der vielen verschiedenen Wildarten und einen gesunden, aber auch verträglichen Bestand verantwortlich.

Unsere Tätigkeitsfelder

Naturschutz

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Die Zusammenarbeit zwischen Jägern und Landwirten geht über das Regulieren der Wildtierpopulationen hinaus. Sie umfasst auch wesentliche Aspekte des Naturschutzes:…

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Umgang mit gefundenen Wildtieren

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Jedes Jahr sammeln Spaziergänger vermeintlich verwaiste oder kranke Tierjunge ein, oft Hasen oder Rehkitze, und bringen diese gerade erst durch…

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Wildunfall

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Rund 250.000 Wildunfälle gibt es in Deutschland pro Jahr, die meisten mit Wildschweinen, Rehen und Hirschen. Zweimal im Jahr, immer…

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Rehkitzrettung

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Die oberste Aufgabe eines Jägers ist die Hege und Pflege der Wildtiere in seinem Revier. So schreibt es das Bundesjagdgesetz…

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Sponsoring Umweltbildung

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Jährlich unterstützt unsere Jagdgenossenschaft finanziell die Teilnahme von Grundschulen am Projekt „Waldschule“, das durch den Jagdverband Delitzsch e.V. mit der…

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Aktuelles

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Die Ethik der Jagdgenossenschaft

Die Ethik der Jagdgenossenschaft

In unserer Verantwortung als Jagdgenossenschaft liegt es, einen Ausgleich zwischen einem landwirtschaftlichen Ertrag und dem Recht der Wildtiere auf ihren Lebensraum zu finden. Dazu gehören neben der Populationsregulierung immer auch Hegemaßnahmen und ein angemessenes Prädatorenmanagement.